Bericht von der Sommerfreizeit 2021-Hanstedt 1

Glockengeläut und ein Bus voller Jugendlicher, die es kaum erwarten konnten, sich nach einem Jahr Corona wieder zu sehen und so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen. So fing die Sommerfreizeit 2021 an.

Am Sonntag, 25. Juli 2021, gegen 17.00 Uhr kam der Bus in Hanstedt 1 nach etwas Stau an. Als erstes wurden wir auf die Zimmer zugewiesen, Betten bezogen und wir lernten uns etwas näher kennen. Nach dem Abendessen, auf das wir uns alle sehr gefreut hatten, weil das unsere erste gemeinsame Mahlzeit war, haben wir uns zu einer großen Kennenlern-Runde mit über 57 Teilnehmenden am Basketball-Feld getroffen. Neben lustigen Schnick-Schnack-Schnuck-Spielen (Amöbe, Amöbe) bekam jeder auch jedes Gesicht zu sehen. An dem Tag fand auch der Abendabschluss in den neuen Lebensgruppen statt. 

Besser kennengelernt, sowohl in der Lebensgruppe als auch in der großen Runde, haben wir uns bei den Highland-Games und dem Escape-Room. Bei den Highland-Games gab es verschiedene Challenges wie Staffellauf, Baumstamm-Weitwurf, Tauziehen, Zungenbrecher, Lieder-Gurgeln und mehr. Weil die Gruppen ganz neu gemischt waren, konnten wir einen besseren Kontakt zu anderen Jugendlichen schließen. Beim Escape-Room waren wir in den Lebensgruppen und mussten mit Hilfe von Rätseln versuchen, aus einem Raum herauszukommen. Auch wenn das ein oder andere Rätsel nicht lösbar war, hatten wir alle viel Spaß am Knobeln. 

Wer wollte, konnte auch gemeinsam Kanu fahren, batiken, zeichnen, Fußball-, Basketball- oder Volleyball spielen, Spazieren gehen oder an Talk-Shops zu den Themen Feminismus oder Scheitern teilnehmen. An fast jedem Abend wurde auch ein Theaterstück von einigen Mitarbeiter: innen aufgeführt. Das war sehr lustig, weil der Text nicht immer komplett saß. Danach fand der Abendabschluss anschließend abwechselnd in großer Runde oder in den Lebensgruppen statt.

An den meisten Abenden konnten wir die Zeit mit neuen Freunden verbringen und auch selbst organisieren. An einem Abend hatten sich die Mitarbeitenden jedoch etwas Besonderes einfallen lassen: Einen Casino-Abend! Neben schicken Outfits, einer krassen Bar und lustigen Spielen, konnte man dabei jede Menge Spielgeld aufs Spiel setzen und verlieren. Wir hatten viel Spaß!

In dieser Gruppe war das Briefeschreiben an die Freizeit-Aktionär: innen sehr easy, weil sich alle gerne bedanken wollten für die tolle Zeit. Besonders fiel dabei der Ausflug in den Heidepark auf, der ohne die Spenden nicht möglich gewesen wäre. Nochmals vielen Dank!

Der Heidepark! Das war eins der Highlights der ersten Woche. Angekündigt wurde ein Ausflug zum Panzermuseum, für den wir extra früh aufstehen mussten. Erst auf dem Parkplatz vor dem Museum erfuhren wir, dass unser Ziel doch der Heidepark war. 
Ein Tag voll mit Achterbahnen, Lachen, Schreien, Herzrasen, Schwindel, viel Spaß und teurem, leckerem Essen.

Am letzten Tag der ersten Woche konnten wir endlich ausschlafen und mussten nicht um 8 Uhr aufstehen. Von 8:30 bis 12 Uhr konnten wir uns an einem Buffet bedienen und uns stärken. Die Kraft brauchten wir, denn der Survival-Tag war angekommen! Einige Zeit nach dem Brunch sind wir mit gepackten Sachen und unseren Schlafsäcken losgezogen und sind ca. 6km, mit fröhlichen Liedern auf unseren Lippen, in einen nahestehenden Wald spaziert, um dort für eine Nacht zu bleiben. Angekommen, haben wir in unseren Lebensgruppen unser Platz, wo wir schlafen wollten, fertig gemacht. Später haben wir uns nochmal allesamt getroffen um Einzelheiten abzuklären und zu singen. Kurz danach mussten wir noch Flaggen selbstmachen und diese dann verstecken, da einige Mitarbeiter: innen nachts unsere Flaggen klauen wollten. Insgesamt wurde jedoch nur eine Flagge geklaut. Kurze Zeit später haben wir den Abendabschluss in unseren Lebensgruppen gemacht. Nach ein paar Deep-Talks sind wir dann auch schlafen gegangen, was jedoch nicht so einfach war, da wir kaum Platz hatten. Nach einer langen Nacht im Wald, einem kurzen Frühstück und nachdem wir unsere Sachen zusammengepackt haben, sind wir zur Jugendherberge zurück gegangen. Als wir wieder in der Tagungsstätte ankamen haben die Mitarbeiter: innen sich einige Wellness-Workshops überlegt. Zum Beispiel konnte man sich massieren lassen, sich einfach schlafen legen, die Haut mit Gesichtsmasken entspannen lassen und einiges mehr. Nach der Nacht draußen und dem „Stratego“-Spiel wurden einige von uns krank. Das ließ uns aber nicht den Spaß verderben, denn es warteten noch einige schöne Programmpunkte auf uns. Zum Beispiel den Rocker/Hippie-Party-Abend! Karaoke, Cocktails und ganz laute Mucke: Das macht die perfekte Party aus! Wir hatten einige Stunden Zeit, bei älteren Liedern von Z.B. Nena, Rap von SXTN und anderen Künstlern, Karnevals- und Partymusik richtig abzugehen! Nach diesem Party-Abend gab es noch einen Akt aus dem Theaterstück der Mitarbeiter: innen und natürlich den Abendabschluss. Ein neuer Tag bedeutet neue Erlebnisse: Ungefähr in der Mitte der zweiten Woche sind wir nach Hamburg gefahren. Dort mussten wir eine Rallye durch Hamburg machen. Neben der Elbphilharmonie haben wir noch den Elbtunnel, welcher Unterwasser ist, die Elbe, einiges in der Innenstadt und vieles mehr besichtigt. Der Ausflug hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir haben einige coole Dinge erlebt! Als weiteren Programmpunkt gab es den Gebetsabend. Ein Abend, den es jedes Mal auf der Freizeit gibt. Ein Abend, wo man einfach zur Ruhe kommen kann, sich mit dem Glauben auseinandersetzt und wo man über sich selbst nachdenkt. Für viele von uns ist der Gebetsabend sehr besonders, da man Gedanken ordnen und einfach mal Zeit für sich haben kann. Zum Beispiel konnte man malen, mit jemanden über Sachen reden, über die man zuvor noch nie geredet hat, über Zitate aus der Bibel nachdenken, ein Brief an Gott schreiben und vieles mehr. Später, am letzten Tag, haben wir uns den Sonnenuntergang angeguckt, saßen am Lagerfeuer und sangen Lieder. Ein sehr gemütlicher Abend! Kurz danach haben wir uns das letzte Mal in den Lebensgruppen getroffen und in die jeweiligen Kompliment-Hefte geschrieben. Der Tag der Abreise kam leider viel zu schnell. Nach dem Frühstück warteten wir geduldig mit unseren Gepackten Sachen auf den Reisebus. Als er ankam, stiegen wir alle ein und fuhren circa 5-6 Stunden zurück in unsere Heimat: Köln! Nach einer Abschlussrunde, die aus Liedern und ganz vielen Umarmungen bestand, gingen alle mit einem Lächeln und schönen Erinnerungen, welche wir wahrscheinlich immer bei uns tragen werden, nach Hause.

Ende

Text:

1 Woche: Kaja Fahnenmüller

2 Woche (inkl. Survival-Tag): Eva-Marie Ullrich